Asbest – EIN MATERIAL MIT VERGANGENHEIT

Leider erst spät erkannte man, dass Menschen beim Umgang mit Asbest Schaden nehmen können. Bei der Verarbeitung entstehen feinste Fasern, die bereits in geringer Konzentration das Risiko eines bösartigen Tumors des Brust- oder des Bauchfells erhöhen.

 

ASBEST FRÜHER

Asbest ist hitzebeständig bis 1000°C, resistent gegenüber vielen aggressiven Chemikalien, hochelastisch, zugfest und hat eine hohe elektrische wie auch thermische Isolierfähigkeit. Eigenschaften, die lange Zeit für die Industrie und die Technik interessant waren. Deshalb wurde es in vielen Anwendungen eingesetzt: als Platten, Matten oder Formmassen für den Brandschutz, als Brems- und Kupplungsbeläge im Fahrzeugbau oder auch als Dichtung bei hohen thermischen oder chemischen Belastungen.

 

ASBEST HEUTE

Seit 1990 ist Asbest in der Schweiz verboten. In Immobilien, die vor 1990 erstellt wurden, sind asbesthaltige Materialien häufig noch vorhanden, zum Beispiel in Wellplatten, Leitungen, Bodenbelägen, Fliesenklebern, Fensterkitt und anderen Materialien. Die frühzeitige Information über Risiken und gesetzliche Vorgaben bei der Sanierung von betroffenen Gebäuden ist daher unerlässlich. Nur anerkannte Unternehmen dürfen diese Arbeiten unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen ausführen. Denn noch immer bezahlen viele den früheren Kontakt mit Asbest mit ihrem Leben.

 

ASBESTBEDINGTE TODESFÄLLE NACH BRANCHEN IN DER SCHWEIZ

 

ANGABEN STAND 2015

Seit 1939 sind 2049 Arbeitnehmende an einer asbestbedingten Berufskrankheit gestorben.
Stark betroffen sind das Bauhaupt- und das Baunebengewerbe (rot markiert).

 

Download Infoflyer