Fragen und Antworten

WER IST FÜR EINE GESUCHSTELLUNG BERECHTIGT?

Ist eine nachweislich in der Schweiz durch Asbest verursachte Mesotheliom-Erkrankung diagnostiziert worden, können folgende Personengruppen ein Gesuch auf Entschädigung einreichen:

  • Die erkrankte Person
  • Die Ehegattin/der Ehegatte
  • Die eingetragene Lebenspartnerin / der eingetragene Lebenspartner
  • Die Lebenspartnerin / der Lebenspartner, welche / welcher mit der erkrankten Person in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat
  • Die Kinder der erkrankten Person
  • Eine von den Anspruchsberechtigten bevollmächtigte Person oder Institution

 

Wer prüft die eingereichten Gesuche?

Das Service-Center Gesuche prüft die Anspruchsvoraussetzungen aufgrund bei der Stiftung EFA eingereichten Unterlagen.

 

IN WELCHEN SPRACHEN KANN ICH EIN GESUCH STELLEN?

Die Unterlagen können Sie der Stiftung EFA in deutscher, französischer oder italienischer Sprache vorlegen. In anderen Sprachen ausgestellte Dokumente bitten wir Sie, von einem amtlich beglaubigten Dolmetscher in deutsche, französische oder italienische Sprache übersetzen zu lassen.

 

WIE ERFOLGT DIE ABWICKLUNG NACH GESUCHSTELLUNG?

Liegt Ihr Gesuch vollständig vor, prüft die Stiftung EFA, ob Sie Anspruch auf Leistungen haben. Es kann hierfür Arbeitsärzte, welche auf Asbesterkrankungen spezialisiert sind, oder auch weitere Fachspezialisten beiziehen.

Erfüllt Ihr Gesuch alle Voraussetzungen, unterbreitet die Stiftung EFA Ihnen einen Vertrag. In diesem Vertrag sind die zur Auszahlung gelangenden Leistungen aufgeführt. Weiterhin enthält der Vertrag eine Verzichtserklärung auf das Ergreifen weiterer rechtlicher Schritte. Sobald dieses Dokument von allen beteiligten Parteien unterschrieben vorliegt, nimmt die Stiftung EFA die Auszahlungen vor.

Sollten nicht alle benötigten Unterlagen vorliegen, werden Sie gebeten, diese nachzureichen. Erfüllen Ihre Unterlagen nicht alle Voraussetzungen, sendet Ihnen die Stiftung EFA einen Ablehnungsbescheid zu.

Die Abwicklung eines Gesuches, insbesondere die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen, kann eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten schon jetzt dafür um Verständnis.

 

BESTEHT EIN ANSPRUCH AUF ENTSCHÄDIGUNG BEI EINER ANDEREN DURCH ASBEST VERURSACHTEN ERKRANKUNG?

Die Stiftung EFA richtet Entschädigungen ausschliesslich für nachweislich in der Schweiz durch Asbest verursachte Mesotheliom-Erkrankungen aus. Gesuche für andere asbestbedingte Erkrankungen kann die Stiftung EFA nicht annehmen.

 

WELCHE UNTERLAGEN BENÖTIGE ICH FÜR EIN GESUCH?  

  • Das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Gesuchsformular
  • Familienbüchlein
  • Die Akten des UVG-Versicherers, z.B. eine entsprechende Verfügung
  • Falls die erkrankte Person verstorben ist: ein amtliches Erbenverzeichnis
  • Bei einem Gesuch im Namen einer Erbengemeinschaft: eine von sämtlichen Erben unterschriebene Vollmacht, die bestätigt, dass der Antragsteller berechtigt ist, die Erbengemeinschaft bei der Stiftung EFA zu vertreten und allfällige Entschädigungen entgegenzunehmen
  • Ist die Mesotheliom-Erkrankung des Betroffenen gemäss den gesetzlichen Vorgaben nicht von einem Unfallversicherer als Berufskrankheit anerkannt: ein vollständiger Auszug aus dem individuellen Konto der betroffenen Person (bei der AHV-Ausgleichskasse erhältlich); eine Auflistung, wann die betroffene Person wo und wie lange mit Asbest in Berührung gekommen ist; medizinische Berichte seit Ausbruch der Krankheit

 

WAS MACHT DIE STIFTUNG EFA MIT DEN GESAMMELTEN DATEN?

Die eingereichten Unterlagen werden von der Stiftung EFA nur für die Klärung der Anspruchsvoraussetzungen verwendet. Eine Herausgabe an Dritte erfolgt ausschliesslich im Rahmen der Klärung der Anspruchsvoraussetzungen durch Arbeitsmediziner sowie weitere Fachspezialisten. In diesem Zusammenhang benötigt die Stiftung EFA von Ihnen eine Einverständniserklärung.

Es erfolgt keine Auskunft zu gemeldeten Gesuchen an Dritte, weder mündlich noch schriftlich.

Die Stiftung EFA verlangt in der Regel keine Unterlagen bei Drittstellen ein. Diese müssen von Ihnen selbst vollständig beigebracht werden.

Sobald die Stiftung EFA Ihre Unterlagen nicht mehr benötigt, werden Ihnen diese zurückgeschickt.

 

WIE ERREICHE ICH DAS SERVICE-CENTER GESUCHE?

Via Telefon (Montag – Freitag): +41 (0) 41 418 89 79
Vormittags:        von 08.00 – 12.00 Uhr
Nachmittags:    von 13.30 – 17.00 Uhr

Via Mail: gesuche@stiftung-efa.ch