Die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer

HILFE FÜR BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE

Am 28. März 2017 wurde die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer, kurz Stiftung EFA, gegründet. Sie ist eine private Initiative von Verbänden und Unternehmen. Ihre Finanzierung erfolgt auf freiwilliger Basis. Ziel der Stiftung EFA ist, Asbestopfern und Angehörigen schnell, fair und unbürokratisch zu helfen. Und das unabhängig davon, ob die Erkrankung der Betroffenen als Berufskrankheit anerkannt wurde. So ist sichergestellt, dass sowohl Nicht-UVG-Versicherte wie auch UVG-Versicherte Unterstützung erhalten.

Die Stiftung EFA bietet Betroffenen und Angehörigen unbürokratische, faire Angebote, die ihrer Situation Rechnung tragen

Die Stiftung EFA bietet der Gesellschaft eine Lösung, die sich Asbestopfern und ihrer Angehörigen annimmt

Die Stiftung EFA bietet Unternehmen eine Lösung, die den Betroffenen Respekt zollt und konkrete Hilfe leistet

 

GEMEINSAM ZU EINER NACHHALTIGEN LÖSUNG

Politik und Wirtschaft setzen sich zusammen

In der Schweiz erkranken jährlich rund 120 Personen an einem bösartigen Tumor des Brust- oder des Bauchfells (Mesotheliom), da sie vor langer Zeit Asbestfasern eingeatmet haben. Die meisten dieser Krankheitsfälle resultieren aus dem beruflichen Umgang mit dem Material. Jedoch können auch Hobby-Handwerker und Angehörige betroffen sein.

Eine beträchtliche Anzahl von ihnen erhält keine angemessenen Sozialversicherungsleistungen. Opfer und Angehörige können zwar ihre Forderungen einklagen, die Beweise für eine asbestbedingte Erkrankung sind jedoch meist nur schwer zu erbringen.

Zudem beträgt die Verjährungsfrist nach heutiger Rechtslage zehn Jahre. Diese Frist greift für Opfer von Asbestfolgen meist zu kurz. Denn vom Einatmen der mikroskopisch feinen Fasern bis zum Ausbruch der Krankheit können 40 Jahre und mehr vergehen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat deshalb entschieden, dass der Weg zum Gericht längere Zeit offenstehen muss.

Im Parlament wird eine Verlängerung der Verjährungsfrist diskutiert. Um Mesotheliom-Erkrankten rasch und unbürokratisch Lösungen anbieten zu können, hat Bundesrat Berset einen runden Tisch unter der Leitung von alt Bundesrat Moritz Leuenberger einberufen. Teilnehmer waren Vertreter von Unternehmen, Unternehmerverbänden, Sozialpartnern, der Suva und der Bundesverwaltung. Der primäre Auftrag dieses runden Tisches bestand darin, für Personen, deren Mesotheliom-Erkrankung nicht als Berufskrankheit gilt, eine faire Lösung zu finden. Nach der Analyse der Ausgangslage schlugen die Teilnehmer die Gründung der Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer vor.

 

Schnelle, unbürokratische und freiwillige Hilfe

EINE FAIRE LÖSUNG – FÜR ALLE BETEILIGTEN

Bei einer Laufzeit bis zum Jahr 2025 benötigt die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer geschätzte 100 Millionen Franken, um Betroffenen und Angehörigen Hilfe anbieten zu können. Im Stiftungsrat sind Verbände und Unternehmen vertreten, die den Fonds finanzieren, sowie Vertreter von Asbestgeschädigten und Gewerkschaften.

Der Stiftungsrat


Präsident: Urs Berger

Präsident des Verwaltungsrats, Die Mobiliar

Vizepräsident: Markus Jordi
Leiter Human Resources SBB AG, Mitglied der Konzernleitung

Hubert Bär
Leiter Haftpflichtversicherung und Schadenmanagement, Schweizerischer Versicherungsverband (SVV)

Anders Holte
ehemaliger CEO Eternit (Schweiz) AG

Luca Cirigliano
Zentralsekretär SGB

David Husmann
Gründer und Präsident Verein für Asbestopfer und Angehörige (VAO)

Projektleiter ist Benjamin Schlesinger, Geschäftsleiter der Solution AG.