Die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer EFA

Lebenshilfe für Asbestopfer und Angehörige

Asbest galt lange als das Material der Zukunft. Leider wurde erst spät erkannt, dass Menschen beim Umgang mit Asbest Schaden nehmen können. Pro Jahr erkranken in der Schweiz etwa 120 Personen an einem bösartigen Tumor im Bauch- oder im Brustfellbereich – einem so genannten malignen Mesotheliom.  Dies basierend auf der Tatsache, dass sie zu einem früheren Zeitpunkt eine gesundheitsgefährdende Menge Asbestfasern eingeatmet hatten.

Um Betroffenen und Angehörigen schnell und unbürokratisch zu helfen, wurde die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer, kurz Stiftung EFA, gegründet. Die Anspruchsvoraussetzungen und -berechtigung werden im Einzelfall eingehend vom Service-Center Gesuche der Stiftung EFA geprüft und nach dem Entschädigungsreglement der Stiftung beurteilt und abgegolten.

SO UNTERSTÜTZT DIE STIFTUNG EFA BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE

 

  • Finanzielle Unterstützung: Bei der Stiftung EFA können Betroffene finanzielle Unterstützung beantragen, die ab 2006 an einem nachweislich in der Schweiz verursachten asbestbedingten malignen Mesotheliom erkrankt sind. Entschädigungsberechtigt sind Betroffene unabhängig davon, ob sie während beruflicher Tätigkeit oder im Privatbereich erkrankten. Leistungen der Unfallversicherung werden aber angerechnet. Ebenso können Angehörige um Unterstützung ersuchen.
  • Care-Service: Die Stiftung EFA bietet in Zusammenarbeit mit den Lungenligen Zürich, Waadt und Tessin allen Betroffenen mit einer asbestbedingten Erkrankung, Angehörigen und Interessierten psychosoziale Lebenshilfe an.

Die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer EFA hat zum Jahresende die Freigabe zur Auszahlung eines Entschädigungsvolumens von 1,4 Mio. Franken zugunsten von 23 Hinterbliebenen von Asbestopfern erteilt. Um ihr Stiftungskapital weiter äufnen zu können, ruft die Stiftung EFA Wirtschaft und Industrie eindringlich zu weiteren Spenden auf. mehr lesen

Am 15. Juni 2018 hat der Ständerat beschlossen, die absolute Verjährung für vertragliche und ausservertragliche Ansprüche bei Personenschäden von heute 10 auf 20 Jahre zu verlängern. Der vom Bundesrat eingebrachte Vorschlag, die Verjährung auf 30 Jahre zu verlängern, wurde abgelehnt. Dadurch herrscht wieder Rechtssicherheit im Verjährungsrecht. Ein grosser Erfolg – für Asbestopfer, potenzielle Spender und auch die Stiftung EFA. Denn der Entscheid entlastet das Haftpflichtrecht und begünstigt, dass Asbestopfer schnell in den Genuss von Leistungen des Entschädigungsfonds für Asbestopfer (EFA) kommen. Die Stiftung EFA erwartet nun breiten finanziellen Support seitens der Wirtschaft und der Politik. mehr lesen

In einer Medienmitteilung veröffentlichte die Rechtskommission des Ständerates das Ergebnis ihrer Diskussion über das Versicherungsrecht. mehr lesen

Der Nationalrat hat mit einer knappen Mehrheit die Verlängerung der Verjährungsfrist bei Personenschäden auf zwanzig Jahre beschlossen. mehr lesen

Der Care-Service der Stiftung EFA unterstützt Betroffene und Angehörige bei Fragen, die im Zusammenhang mit einer Asbesterkrankung auftreten, wie z.B. Behandlungsmöglichkeiten, Unterstützung in schwierigen Situationen und bei medizinischen Fragen. mehr lesen